„Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“ (CD)

Für all jene, die sich schnell einen Eindruck verschaffen möchten, welche Werke die Nationalsozialisten verbrannten und verboten, eignet sich die wunderbare CD „Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“.

Iris Berben liest hier Texte verfolgter Autoren wie Bertolt Brecht, Stefan Zweig, Irmgard Keun und Kurt Tucholsky und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim spielt vergessene Stücke von Karl Amadeus Hartmann, Max Bruch und Ernst Křenek.

Daneben sind Auszüge aus den Feuersprüchen zu hören, was der CD zusätzlich eine Eindringlichkeit verleiht, die schon Iris Berben und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim durch ihre eindrucksvollen Darbietungen vermitteln. Eine CD, die mehr ist als ein Hörbuch, weil sie Geschichte lebendig macht.

Die CD ist aus einem Lesungsprojekt entstanden, mit dem Iris Berben noch immer gelegentlich auftritt, also Augen auf. Aktuelle Termine habe ich im Internet nicht gefunden.

 Trailer zur Lesung auf YouTube
Auszug aus der Lesung auf You Tube

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Stefan Zweig

stefanzweig

Ausgabe von 1932
(Insel-Verlag)

Heute jährt sich der Geburtstag (28. November 1881) von Stefan Zweig, dessen Bücher bei der Bücherverbrennung verbrannt wurden.

In meinem Roman kommt sein Buch „Brennendes Geheimnis“ vor, als Buch, das Samuel heimlich liest, und als Film mit Klaus Maria Brandauer, an den Karina sich erinnert. (Im Projekt Gutenberg als E-Book zu lesen.)

Stefan Zweig war einer der jüdischen Schriftsteller, die schon vor 1933 viele heute noch bekannte Werke veröffentlicht haben. Viele davon mit einem historischen Bezug wie „Marie Antoinette“ oder „Joseph Fouché“. Seine Bücher standen von Beginn an auf der Schwarzen Liste. Schon bald nach der Machtergreifung war er in seinem Heimatland Österreich nicht mehr sicher. Er emigrierte im Februar 1934 nach London und nahm nach Kriegsausbruch sogar die britische Staatsbürgerschaft an. Allerdings fühlte er sich in Großbritannien nicht sicher und zog weiter nach Amerika. Von dort aus siedelte er nach Brasilien über, wo er am 23. Februar 1942 Selbstmord beging.

Zu seinen Werken zählen u. a.

  • „Brennendes Geheimnis“ (1911)
  • „Der Zwang“ (1920)
  • „Romain Rolland“ (1921)
  • „Joseph Fouché“ (1929)
  • „Marie Antoinette“ (1932)
  • „Maria Stuart“ (1935)
  • „Schachnovelle“ (1942)
  • „Sternstunden der Menschheit“ (erste Ausgabe 1927), mein persönliches Lieblingswerk, das ich immer wieder lese.

Internetseite über Stefan Zweig sein Leben und Werk