Lesung am 13. Mai in Beuren

Der Verein Miteinander – Füreinander – Beuren erinnert am 13. Mai mit einer Lesung  in der ev. Gemeindebücherei, Gartenstraße 7, 72550 Beuren, an die Bücherverbrennung 1933.

Drei engagierte Beurener werden Texte von Schriftstellern lesen, deren Bücher am 10. Mai 1933 verbrannt wurden.

Link zum Artikel über die Lesung 2012

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Heike Ballers literarische Vorträge „Verbrannte Bücher“

In Köln und Umgebung wird es rund um den 10. Mai einige literarische Vorträge von Heike Baller geben. Heike Baller hat Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaften studiert und ist seit den 90er Jahren selbstständige Rechercheurin.

Mich hat interessiert, was hinter ihrem Projekt steckt und sie war bereit, mir in einem kurzen Interview ihre Beweggründe zu erläutern:

Was genau planen Sie zum Gedenken der Bücherverbrennung 1933?
Ich habe aus einigen weniger bekannten Büchern, die 1933 im Feuer gelandet sind, eine Lesung zusammengestellt, um zu zeigen, wie unterschiedlich die Literatur war, die den Nazis nicht passte. Die Gründe waren ja auch unterschiedliche, mal inhaltliche, mal in der Herkunft der Autorinnen begründet. Da waren echte Bestseller aus den 20ern dabei (über Mann und Zweig usw. hinaus).

Wo und wann findet die Aktion statt?
Bisher habe ich drei Lesungstermine im ersten Halbjahr in Köln und Umgebung: am 29.4. um 20 Uhr im Café Goldmund in Köln-Ehrenfeld, am 10.5. im Literaturcafé Zettel’s Traum in Leverkusen-Opladen und am 13.5. um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Baudach in Köln-Dellbrück. Außerdem lese ich noch einmal in einem Literaturzirkel in Köln-Weiß. Im Herbst hatte ich sogar schon einen Termin in Leverkusen-Steinbüchel.

Wie kamen Sie auf die Idee, diese Aktion zu initiieren?
Die Idee ist schon etwas älter – vor zwei oder drei Jahren wurde ich auf „Das Buch der verbrannten Bücher“ von Volker Weidermann aufmerksam und habe für eine Veranstaltung beim katholischen Bildungswerk einige der darin genannten Titel besorgt und zu einer kleinen Lesung zusamengestellt. Der Jahrestag 2013 war Anlass, das Ganze etwas mehr auszuarbeiten.

Was sollte man über Sie als Initiator/Veranstalter wissen?
Ich bin Rechercheurin, d. h. ich suche für Menschen, die dafür keine Zeit haben, Informationen, meist Literaturangaben, und stelle sie ihnen zur Verfügung. Von Hause aus bin ich Germanistin und Historikerin und habe im letzten Jahr angefangen, auch auf literarischem Gebiet zu arbeiten, mit verschiedenen Lesungsthemen, mit der Leitung von Literaturkreisen und Rezensionen auf meinem Blog.

Wo können sich Interessierte über die Aktion informieren?
Informationen zu meinen Lesungen gibt es auf der Seite www.koelner-leselust.de

„Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“ (CD)

Für all jene, die sich schnell einen Eindruck verschaffen möchten, welche Werke die Nationalsozialisten verbrannten und verboten, eignet sich die wunderbare CD „Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“.

Iris Berben liest hier Texte verfolgter Autoren wie Bertolt Brecht, Stefan Zweig, Irmgard Keun und Kurt Tucholsky und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim spielt vergessene Stücke von Karl Amadeus Hartmann, Max Bruch und Ernst Křenek.

Daneben sind Auszüge aus den Feuersprüchen zu hören, was der CD zusätzlich eine Eindringlichkeit verleiht, die schon Iris Berben und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim durch ihre eindrucksvollen Darbietungen vermitteln. Eine CD, die mehr ist als ein Hörbuch, weil sie Geschichte lebendig macht.

Die CD ist aus einem Lesungsprojekt entstanden, mit dem Iris Berben noch immer gelegentlich auftritt, also Augen auf. Aktuelle Termine habe ich im Internet nicht gefunden.

 Trailer zur Lesung auf YouTube
Auszug aus der Lesung auf You Tube