Kurt Tucholsky

tucholsky

Ausgabe von 1929
(Ernst Rowohlt Verlag)

Kurt Tucholsky wurde am 9. Januar 1890 in Berlin geboren, er war in der Weimarer Republik einer der angesagten Journalisten und Schriftsteller. Vor allem als Redakteur der Weltbühne, bei der er zeitweise auch als Herausgeber fungierte, hat er kein Blatt vor den Mund genommen und Kritik an der Gesellschaft geübt. Unter seinem Namen und den Pseudonymen Ignaz Wrobel, Peter Panter, Kaspar Hauser und Theobald Tiger nahm er alles unter die Lupe, was sich in seiner Zeit tat. Auch vor den Nationalsozialisten und ihren Ideen machte er nicht halt und erschrieb sich so einen Platz in den Feuersprüchen. Mit dem Ruf

„Gegen Frechheit und Anmaßung, Für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist! Verschlinge, Flamme, auch die Schriften der Tucholsky und Ossietzky!“

wurden seine Werke am 10. Mai 1933 verbrannt.

Schon 1912 machte er als Schriftsteller mit „Rheinsberg“ von sich reden, seine letzte längere Arbeit „Schloss Gripsholm“ erschien 1931 im Rowohlt-Verlag. Tucholsky war, was viele nicht wissen, Jurist. Er hat sein Studium mit der Promotion abgeschlossen, allerdings schon während des Studiums als Literatur- und Theaterkritiker gearbeitet. Kurz nach Abschluss des Studiums wurde er als Soldat eingezogen, während des Krieges gab er die Zeitschrift „Der Flieger“ heraus und knüpfte nach dem Krieg an seine frühere journalistische Laufbahn an.

Tucholsky starb am 21. Dezember 1935 im Exil in Schweden, wohin er bereits 1929 emigriert war.

Auswahl der Werke:

  • 1912 Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte.
  • 1914 Die Zeitsparer
  • 1928 Mit 5 PS
  • 1931 Schloss Gripsholm

Leben & Werk
Werke im Projekt Gutenberg

Kurt Tucholsky Gesellschaft

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„Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“ (CD)

Für all jene, die sich schnell einen Eindruck verschaffen möchten, welche Werke die Nationalsozialisten verbrannten und verboten, eignet sich die wunderbare CD „Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“.

Iris Berben liest hier Texte verfolgter Autoren wie Bertolt Brecht, Stefan Zweig, Irmgard Keun und Kurt Tucholsky und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim spielt vergessene Stücke von Karl Amadeus Hartmann, Max Bruch und Ernst Křenek.

Daneben sind Auszüge aus den Feuersprüchen zu hören, was der CD zusätzlich eine Eindringlichkeit verleiht, die schon Iris Berben und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim durch ihre eindrucksvollen Darbietungen vermitteln. Eine CD, die mehr ist als ein Hörbuch, weil sie Geschichte lebendig macht.

Die CD ist aus einem Lesungsprojekt entstanden, mit dem Iris Berben noch immer gelegentlich auftritt, also Augen auf. Aktuelle Termine habe ich im Internet nicht gefunden.

 Trailer zur Lesung auf YouTube
Auszug aus der Lesung auf You Tube