„Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“ (CD)

Für all jene, die sich schnell einen Eindruck verschaffen möchten, welche Werke die Nationalsozialisten verbrannten und verboten, eignet sich die wunderbare CD „Verbrannte Bücher – verfemte Komponisten“.

Iris Berben liest hier Texte verfolgter Autoren wie Bertolt Brecht, Stefan Zweig, Irmgard Keun und Kurt Tucholsky und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim spielt vergessene Stücke von Karl Amadeus Hartmann, Max Bruch und Ernst Křenek.

Daneben sind Auszüge aus den Feuersprüchen zu hören, was der CD zusätzlich eine Eindringlichkeit verleiht, die schon Iris Berben und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim durch ihre eindrucksvollen Darbietungen vermitteln. Eine CD, die mehr ist als ein Hörbuch, weil sie Geschichte lebendig macht.

Die CD ist aus einem Lesungsprojekt entstanden, mit dem Iris Berben noch immer gelegentlich auftritt, also Augen auf. Aktuelle Termine habe ich im Internet nicht gefunden.

 Trailer zur Lesung auf YouTube
Auszug aus der Lesung auf You Tube

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Irmgard Keun

Irmgard Keun wurde am 6. Februar 1905 in das Berlin geboren. Als sie ach Jahre alt war, siedelte die Fami nach Köln um, wo sie nach verschiedenen Stationen immer wieder landete und am 5. Mai 1982 starb.

Bereits Irmgard Keuns erster Roman „Gilgi – eine von uns“, der im Oktober 1931 erschien, wurde ein Bestseller. Alleine bis November 1932 wurden 30.000 Exemplare in sechs Auflagen gedruckt. Ein Jahr nach dem Erscheinen hat bereits die Filmversion „Eine von uns“ Premiere.

Auch ihr zweiter Roman „Das kunstseidene Mädchen“, der im Frühjahr 1932 erschien, wurden ein großer Erfolg. Irmgard Keun wurde mit Lob seitens der Literaturkritik auch im Ausland überschüttet und es gab einige Übersetzungen.

In Deutschland erntete sie Kritik, weil ihre Fraen zu selbstbewusst waren.

Ob die Bücher von Irmgard Keun Opfer der Bücherverbrennung wurden, ist nicht eindeutig geklärt. Sicher ist, dass sie spätestens im Oktober 1933 verboten und beschlagnahmt wurden. Irmgard Keun floh aus Deutschland, nach dem Krieg kam sie nach Deutschland zurück, lebte hier jedoch unter einem Decknamen, bis sie von einem Journalisten im Rahmen einer Recherche über die Bücherverbrennung in den 70er Jahren ausfindig gemacht wurde.

Ihre Werke u. a.

  • 1931 „Gilgi – eine von uns“
  • 1932 „Das kunstseidene Mädchen“
  • 1937 „Nach Mitternacht“

Video-Porträt auf YouTube

Artikel zu ihrem 105ten Geburtstag

Info über ihr Leben