Bücherverbrennung in Ulm

Im Rahmen einer Kundgebung der Hitlerjugend und der NSDAP wurden in Ulm am 15. Juli 1933 auf dem Münsterplatz Bücher verbrannt. Die örtlichen Jugendorganisationen zogen von der Zeughauskaserne durch die Innenstadt zum Münsterplatz, wo sich rund 6.000 Zuschauer versammelten. Dort wurde ein Bücherberg in Brand gesetzt, ehe der NSDAP-Ortsgruppenleiter und Stadtrat Hermann Freudenberger eine Brandrede hielt.

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Kreplach

Etwa heute ist das jüdische Fest Purim, zu dem das Gericht „Kreplach“, das ich meinem Samuel Weizmann in Kapitel 2 als Lieblingsgericht zuschreibe, gegessen wird. Die Einschränkung bezieht sich darauf, dass nicht alle jüdischen Feiertage exakt dem Kalender, den wir nutzen zugeschrieben werden können.

Kreplach sind Teigtaschen, die mit Rindfleisch oder einer Leberfarce gefüllt sind. Ich stelle sie mir wie kleine Maultaschen vor und so werden sie auch bei Wikipedia beschrieben. In meinem Roman lasse ich sie mit Rindfleisch füllen, weil ich Leber nicht mag.

Hier finden Sie ein Rezept mit Zutaten und Hinweisen für die Zubereitung

Gina Kaus

Gina Kaus, geboren am 21. Oktober 1893 als Regina Wiener, wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Wien auf, schon mit 20 heiratet sie das erste Mal und folgt ihrem Mann von Wien nach Breslau. Nach seinem Tod im ersten Weltkrieg zog sie zurück nach Wien und begann zu schreiben, unter anderem unter dem Pseudonym Andreas Eckbrecht. Ihre Komödie „Diebe im Haus“ wurde schon 1917 am Wiener Burgtheater uraufgeführt. Für ihre Erzählung „Der Aufstieg“ erhielt sie 1921 den Theodor-Fontane-Preis. Der richtige Durchbruch gelang ihr 1932 mit dem Bestseller „Die Überfahrt“, der Roman „Katharina die Große“ hielt sich in den USA 1935 sogar zwei Monate auf der Bestsellerliste. Gina Kaus Engagement gilt der Rolle und Aufgabe der Frau, 1924 gründet sie die Frauenzeitschrift „Die Mutter“, die beeinflusst von den Ideen Alfred Adlers vor allem Informationen über die Psyche des Kindes vermittelten. Die Resonanz auf die Zeitschrift war so groß, dass Gina Kaus eine Frauenberatungsstelle ins Leben rief und hilfesuchende Frauen persönlich beriet. Auch in ihren Werken spiegelt sich ihr Engagement wieder, Hauptfiguren sind selbstbewusste, ehrgeizige und überlegene Frauen, sodass es aus heutiger Sicht nicht wundert, dass die Nationalsozialisten ihre Bücher ablehnten und 1933 verbrannten. Bereits 1933 hat die damals bekannte und beliebte Schriftstellerin Deutschland verlassen, zunächst zog sie nach Österreich und Frankreich und bei Kriegsbeginn in die USA. Nach dem Krieg machte sie einige Versuche, wieder in Berlin und Wien zu leben, ehe sie sich schließlich endgültig in den USA niederließ. Nach ihrer Emigration aus Deutschland schrieb sie vor allem Drehbücher, erschienen ist von ihr lediglich noch die Biographie „Und was für ein Leben“. Am 23. Dezember 1985 starb sie in Los Angeles.

Geschrieben hat sie zum Beispiel:

  • 1919 Diebe im Haus (als Andreas Eckbrecht!), Komödie
  • 1920 Der Aufstieg, Novelle
  • 1925 Das verwunschene Land, Roman, und Der lächerliche Dritte, Komödie
  • 1926 Im Haus der Tugend, Komödie
  • 1927 Toni. Eine Schulmädchen-Komödie in zehn Bildern
  • 1928 Die Verliebten, Roman
  • 1921 Die Brautnacht
  • 1932 Morgen um Neun und Die Überfahrt, Romane
  • 1933 Die Schwestern Kleh, Roman

Wikipedia-Artikel über Gina Kaus

Bücherverbrennung in Berlin

An der Bücherverbrennung am 10. Mai auf dem Opernplatz in Berlin nahm auch Goebbels teil, um eine Rede zu halten. Die Studenten zogen in einem Fackelzug vom Hegelplatz durch die Oranienburger Straße, in der Lastwagen mit über 20.000 Büchern warteten. Von dort aus ging der Zug weiter durch das Brandenburger Tor zum heutigen Bebelplatz. Dort hielt der Studentenführer Herbert Gutjahr eine Rede und neun weitere Vertreter der Studentenschaft warfen zu den Feuersprüchen Bücher ins Feuer. Da das Feuer wegen des Regens anfangs nicht entzündet werden konnte, wurde es von der Feuerwehr mit Benzin in Gang gebracht. An der Verbrennung nahmen rund 70.000 Menschen teil, nachdem Goebbels seine Rede gehalten hatte, wurde die Aktion mit dem gemeinsamen Singen des Horst-Wessel-Liedes beendet.

Artikel zur Bücherverbrennung in Berlin

Video zur Bücherverbrennung in Berlin

Gedenktafel zur Bücherverbrennung