Bücherverbrennung in Schwerin

Am 4. Juni 1933, dem Abend des Pfingstsonntags, gab es zum Auftakt eines Heimattreffens in Schwerin eine Bücherverbrennung auf dem Pfaffenteich. Die Bücher, die über Wochen gesammelt worden waren, befanden sich auf einem Floß mitten im Teich. Um 22.15 Uhr wurde die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet und der Bücherstapel angezündet. Der Schauspieler Arno Hoß und der NSDAP-Kreisleiter Friedrich Steinfatt erläuterten in Ansprachen die Bedeutung der Bücherverbrennung für die Wahrung des deutschen Geistes. Zum Abschluss wurden wie bei den studentischen Veranstaltungen das Horst-Wessel- und das Deutschlandlied gesungen.

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Bücherverbrennung in Neubrandenburg

Für die Bücherverbrennung in Neubrandenburg am 31. Mai auf dem Marktplatz waren keine Studenten, sondern die NSDAP-Ortsgruppe verantwortlich. Die Aktion begann mit einem Aufmarsch der nationalsozialistischen Gruppierungen auf dem Platz, ehe Ortsgruppenführer Hornd eine Rede hielt und schließlich zu den Klängen der Nationalhymne die Bücher verbrannt wurden.

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Bücherverbrennung in Salzburg

Die Bücherverbrennung in Salzburg fand fünf Jahre nach den Bücherverbrenungen in deutschen Städten statt. Sie folgte am 30. April 1938 auf den Einmarsch der Deutschen in Österreich und war die einzige Bücherverbrennung im heutigen Österreich. Ort der Verbrennung war der Residenzplatz, auf dem Bücher aus Buchhandlungen, Büchereien und privaten Haushalten verbrannt wurden.

Salzburg-Wiki
Artikel zum Gedenken an die Bücherverbrennung in Salzburg

Bücherverbrennung in Offenbach

In Offenbach war es der Kampfbund für Deutsche Kultur, genauer das Kampfbundorchester und der Kampfbundchor, der für den 22. Mai 1933 in den Hof des Isenberger Schlosses zur Bücherverbrennung im Rahmen einer Richard Wagner-Abend-Feier einluden. Auf dem Schlossplatz war ein Scheiterhaufen vorbereitet, in dem vor rund 4.000 Zuschauern die Bücher verbrannt wurden. Zunächst gab es allerdings musikalische Darbietungen und eine Rede des Pfarrers der altkatholischen Gemeinde, Dr. Weeber, der auch als Initiator der ganzen Aktion gilt. Um zu zeigen, wessen Geist über allem weht, wurde auf der Galerie des Schlosses ein lebensgroßes Hitler-Bild aufgebaut. Die Offenbacher Zeitung sorgte am nächsten Tag dafür, dass jeder wusste, welche Bücher in die Flammen gehörten, indem sie eine Liste von Autoren veröffentlichte.

Podiumsdiskussion zum Gedenken an die Bücherverbrennung

Bücherverbrennung in Kleve

Am 19. Mai 1933 gab es auch in Kleve eine Bücherverbrennung. Im Hof des Staatlichen Gymnasiums an der Römerstraße versammelten sich Schüler und Lehrer, um Bücher zu verbrennen. Mittags zwischen 12 und 13 Uhr trafen sich die Schüler, um Werke namhafter Autoren in den Scheiterhaufen zu werfen.

Prominentester Teilnehmer dieser Bücherverbrennung war Joseph Beuys, damals zwölfjähriger Schüler des Staatlichen Gymnasiums.

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Bericht über die Gedenkveranstaltung 2013

Artikel im SchulBlog des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums

Bücherverbrennung in Pirna

Die Bücherverbrennung in Pirna war nicht von Studenten inittiert, sondern von SA-Männern, die im Rahmen der Plünderungen von Gewerkschaftshäusern die Bestände in Brand steckten. In Pirna geschah dies am 9. März 1933 auf der Breiten Straße. Auch hier gab es einen Augenzeugen, der die Aktion so beschrieb:

„Es dauerte auch nicht lange, da schleppten die SA Bücher, Schreibmaterial und alles andere auf die Straße und brannten es an, darüber herrschte von der anwesenden Bevölkerung große Empörung. Gegen die bewaffnete SA konnte nichts unternommen werden, und so mußte zugesehen werden, wie alles fortschrittliche Material verbrannte.“ (zit. n. http://www.geschichte-pirna.de)

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Bücherverbrennung in Worms

Am 10. Mai 1933 fand auf dem Platz vor dem Amtsgericht in Worms eine Bücherverbrennung statt. Gerhard Sauder zitiert in seinem Buch „Die Bücherverbrennung“ (Hanser 1983) den Erfahrungsbericht eines Buchhändlers in der Ausbildung:

„Vom Hof der Buchhandlung konnten wir den ganzen Platz überblicken. Bei Stenzel holte man die verbotenen Bücher ab. SA- und SS-Leute brachten kistenweise Bücher und warfen sie zusammen auf einen Haufen.“ (Sauder S. 217)

Die SA- und SS-Männer betrachteten das Feuer und sangen dabei „Flamme empor“ und NS-Kampflieder, die Passanten, so der Augenzeuge, blieben nicht lange stehen, sondern gingen zügig weiter.

Im April 2013 gab es eine Gedenkveranstaltung für die Bücherverbrennung, allerdings wird die Aktion vor Ort in der Ausschreibung nicht explizit erwähnt.

Bücherverbrennung in Neustadt/Weinstraße

Obwohl keine Universitätsstadt wurde die Idee der Bücherverbrennung auch in Neustadt an der Weinstraße realisiert. Initiator war die örtliche Hitlerjugend, die mit Unterstützung von SA-Männern dafür sorgte, dass am 14. Mai 1933 um 11.00 Uhr der Scheiterhaufen auf dem damaligen Hitlerplatz entzündet wurde. Zu den Teilnehmern an der Veranstaltung gehörten die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Volksschule. Die Veranstaltung war bereits für den 10. Mai geplant, allerdings machte das Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung, sodass die Aktion verschoben wurde.

(Im März 2008 waren die Informationen noch über die Internetseite http://www.friedensforum-neustadt.de auffindbar.)

Bücherverbrennung in Leipzig

Auch, wenn am 2. Mai 1933 in Leipzig eine Bücherverbrennung vor dem Volkshaus stattfand, gab es dort keine organisierte ‚Aktion wider den undeutschen‘ Geist mit einer studentischen Bücherverbrennung. Die Verbrennung am 2. Mai erfolgte durch die SA, die das Gewerkschaftshaus stürmte, plünderte und die unliebsame Literatur verbrannte.

Es wird vermutet, dass eine studentische Aktion durch den damaligen Oberbürgermeister Carl Goerdeler unterbunden werden konnte.

Bücherverbrennung in Neustrelitz

Die Bücherverbrennung in Neustrelitz am 13. Mai 1933 war eine Aktion der Studenten des Technikums. Auf dem Paradeplatz, auf dem schon ein Holzstoß vorbereitet war, versammelten sich neben den Studenten auch Mitglieder der Hitler-Jugend und der SA. Der Führer des Studentenbundes stimmte die Zuschauer auf die Aktion ein und die Studenten warfen die Bücher, die sie in Bibliotheken und Privathäusern eingesammelt hatten, in das Feuer.