Bücherverbrennung in Ulm

Im Rahmen einer Kundgebung der Hitlerjugend und der NSDAP wurden in Ulm am 15. Juli 1933 auf dem Münsterplatz Bücher verbrannt. Die örtlichen Jugendorganisationen zogen von der Zeughauskaserne durch die Innenstadt zum Münsterplatz, wo sich rund 6.000 Zuschauer versammelten. Dort wurde ein Bücherberg in Brand gesetzt, ehe der NSDAP-Ortsgruppenleiter und Stadtrat Hermann Freudenberger eine Brandrede hielt.

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Bücherverbrennung in Laupheim

Am  22. und 23. Juli 1933 gab es in Laupheim ein zweitägiges Treffen der Hitlerjugend, das diese für eine Bücherverbrennung nutzte. Auf der Festwiese trafen sich am Abend des 22. Juli 1933 nicht nur die 800 Jugendlichen, sondern auch zahlreiche Schaulustige, um dem Spektakel beizuwohnen. Es begann mit einer Verbrennung der unliebsamen Bücher und Fahnen und endete mit einem Fackelzug durch die kleine Stadt.

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Bücherverbrennung in Offenburg

Die Bücherverbrennung in Offenburg, die am 17. Juni 1933 auf dem Marktplatz stattfand, war eine Aktion der Hitlerjugend, die auch in Offenburg Bücher einsammelte, das zeigt eine Quittung der Volksbibliothek, ihr quittierte der Kreisjugendführer der Hitlerjugend, dass er „oben angef. Bücher zum Verbrennen erhalten, 17.6.33.“ hat. Diese und viele andere Bücher wurden am Abend des 17. Juni auf einem Scheiterhaufen verbrannt, dazu wurden die Feuersprühe verlesen.

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Bücherverbrennung in Pforzheim

Die Berichte über die studentischen Bücherverbrennungen haben auch die Pforzheimer angeregt, mit einer ähnlichen Aktion ihren Willen zur deutschen Kultur zu dokumentieren. Federführend war dabei die Hitlerjugend, allerdings wird vermutet, dass der Gauleiter Kemper im Hintergrund die Fäden zog und die Aktion initiierte.

Aber auch der Bund deutscher Mädchen hatte einen Anteil an der Veranstaltung am 17. Juni 1933 auf dem Marktplatz. Der BDM leitete mit einem Sprechchor die Veranstaltung ein, sie riefen „undeutsche Schrift, verbrenn“, ferner spielte eine SA-Kapelle für die Zuschauer, unter denen sich auch Funktionäre der Partei und Vertreter der Stadt befanden. In das Feuer kamen vor allem Heftchen und Bücher, die Bevölkerung ließ bei der Haussammlung die Bücher im Regal und kramte Kleinigkeiten hervor, um sich zu beteiligen. Dass die Pforzheimer nicht so richtig hinter dem Ganzen standen, zeigen Augenzeugenberichte, nach denen einige Zuschauer am Ende der Veranstaltung Heftchen und Bücher, die nicht verbrannt waren, vom Scheiterhaufen klaubten.

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Bücherverbrennung in Rendsburg

Über die Verbrennung in Rendsburg ist wenig bekannt, Presseberichte dokumentieren, dass am 9. Oktober 1933 auf dem Paradeplatz eine Bücherverbrennung stattgefunden hat. Auf dem Platz fanden sich neben den Zuschauern und den Initiatoren vom Kampfbund für deutsche Kultur Vertreter von SA, SS, Stahlhelm, Hitlerjugend und BDM ein, ein Spielmannzug und der Rendsburger Posaunenchor sorgten für die musikalische Untermalung. Mit einer Ansprache leitete der Ortsgruppenleiter des Kampfbundes Hans von Essen die Zeremonie ein, der Leiter der Fachschaft Schrifttum und Wissenschaft, Rektor Paul Friedrich Juels, hielt danach die Feuerrede, ehe die Bücher verbrannt wurden. Wie bei dem großen Vorbild, der studentischen Bücherverbrennung, endete auch die Rendsburger Veranstaltung mit dem Horst-Wessel-Lied.

Bücherverbrennung in Niedergrunstedt bei Weimar

Im Rahmen der Sonnenwendfeier gab es in Niedergrunstedt am 21 Juni 1933 eine Bücherverbrennung, die vom Deutschen Handlungshilfen-Verband initiiert wurde. Die Organisatoren orientierten sich an den Vorgaben der Studentenschaft für die studentischen Bücherverbrennungen. Auf der Höhe wurden nationalsozialistische Lieder gesungen, es gab Reden und Gedichtvorträge und vor allem wurden die Bücher ins Feuer geworfen.

Ex-Minister Initiator der Bücherverbrennung

Um es vorweg zu sagen: Mein Roman „Brandbücher“ ist, abgesehen von der Bücherverbrennung in Münster, frei erfunden. Aber ich lasse die Folgen der Bücherverbrennung bis in die heutige Zeit reichen. Ich war mir sicher, dass es viele solcher heimlichen Spuren gibt, die nicht aufgedeckt werden.

Umso mehr freut mich, dass solche Verbindungen in dem Fall des ehemaligen schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Hermann Böhrnsen aufgedeckt wurden. Er war nach Ansicht der Rendsburger Stadtarchivarin 1933 einer der Initiatoren für die Bücherverbrennung in Rendsburg, wie sich erst anlässlich der Recherchen zum Gedenktag der Bücheverbrennung zeigte. Daraufhin wurde im Rendsburger Nordkolleg , in dem ein Haus nach dem ehemaligen Minister benannt worden war, sofort reagiert und der Name wurde gestrichen.

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Bücherverbrennung in Schwerin

Am 4. Juni 1933, dem Abend des Pfingstsonntags, gab es zum Auftakt eines Heimattreffens in Schwerin eine Bücherverbrennung auf dem Pfaffenteich. Die Bücher, die über Wochen gesammelt worden waren, befanden sich auf einem Floß mitten im Teich. Um 22.15 Uhr wurde die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet und der Bücherstapel angezündet. Der Schauspieler Arno Hoß und der NSDAP-Kreisleiter Friedrich Steinfatt erläuterten in Ansprachen die Bedeutung der Bücherverbrennung für die Wahrung des deutschen Geistes. Zum Abschluss wurden wie bei den studentischen Veranstaltungen das Horst-Wessel- und das Deutschlandlied gesungen.

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Bücherverbrennung in Neubrandenburg

Für die Bücherverbrennung in Neubrandenburg am 31. Mai auf dem Marktplatz waren keine Studenten, sondern die NSDAP-Ortsgruppe verantwortlich. Die Aktion begann mit einem Aufmarsch der nationalsozialistischen Gruppierungen auf dem Platz, ehe Ortsgruppenführer Hornd eine Rede hielt und schließlich zu den Klängen der Nationalhymne die Bücher verbrannt wurden.

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