Ludwig Renn

Bis 1930 hieß der Schriftsteller Ludwig Renn Arnold Vieth von Golßenau. Am 22. April 1889 in eine sächsische Adelsfamilien mit enger Verbindung zum Königshaus hineingeboren, schlug er selbstverständlich eine Offizierslaufbahn ein. Diese endete, als er sich 1920 weigerte, beim Arbeiteraufstand auf Menschen zu schießen. Danach begann er zu studieren und verschiedene Lebensmodelle auszuprobieren. Seine Aversion gegen den Krieg schrieb er sich in seinem Erstlingsroman „Krieg“ (erschienen 1928) von der Seele, einem Antikriegsroman, den die Nazis fünf Jahre später verbrannten. Zu jener Zeit begann er auch, sich dem Kommunismus zuzuwenden und trat der KPD bei. Noch im März 1933 wurde er das erste Mal verhaftet und im Januar 1934 zu 30 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Bautzen emigrierte Renn zunächst über die Schweiz, Frankreich, Spanien, England und die USA nach Mexiko. Er übersiedelte nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes in die DDR und lebte bis zu seinem Tod am 21 Juli 1979 als Schriftsteller in Berlin.

Werke u. a.

  • 1928 Krieg
  • 1930 Nachkrieg
  • 1932 Russlandfahrten

Vita
Ludwig Renns „Krieg“

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