Richard Beer-Hoffmann

Zu den Autoren, deren Bücher 1933 auf den Scheiterhaufen landeten, gehörte auch der Österreicher Richard Beer-Hofmann. Geboren am 11. Juli 1866 in Wien, wuchs er in Brünn und in seiner Geburtsstadt auf, wo er 1890 sein Jurastudium mit der Promotion abschloss. Durch seine Freundschaft zu Autoren wie Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler entdeckte er seine Liebe zum Schreiben. Bereits 1893 veröffentlichte er seinen ersten Novellen. Er war jedoch nicht auf ein Genre festgelegt, neben Gedichten verfasste er Erzählungen und Dramen.

Bis nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich blieb Beer-Hoffmann in Wien, am 19. August 1939 gelang ihm die Emigration in die Schweiz, von wo aus er später nach New York umsiedelte. Wie für manchen anderen Schriftsteller bedeutete auch für ihn die Emigration ein Bruch in seiner Schreibtätigkeit. Er schaffte es nicht, seine Trilogie über König David zu beenden, sondern arbeitete an einem Werk über seine Frau Paula, die kurz nach der Auswanderung nach Zürich starb. Beer-Hoffmann ist zwar die Übersiedlung in die USA gelungen, allerdings starb er am 26. September 1945, kurz nachdem ihm die amerikanische Staatsbürgerschaft zuerkannt wurde.

Werke u. a.

  • 1893 Novellen
  • 1900 Der Tod Georgs
  • 1904 Der Graf von Charolais. Ein Trauerspiel

Kurzinfo über Leben und Werk Beer-Hoffmanns
Rezitation „Schlaflied für Mirjam“ auf Youtube

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