Anna Seghers

Heute vor 30 Jahren starb Anna Seghers, deren Bücher vor 80 Jahren bei den Bücherverbrennungen ebenfalls ein Opfer der Flammen wurden.
Anna Seghers wurde am 19. November 1900 als Netty Reiling geboren, sie studierte in Heidelberg und promovierte 1924 über das Thema „Jude und Judentum im Werk Rembrandts“. Kurz danach erscheinen ihre ersten Erzählungen in Zeitungen und der erste Roman „Aufstand der Fischer von Sankt Barbara“. 1928 wird Anna Seghers Mitglied der KPD, als Hitler 1933 an die Macht kommt, verlässt sie Deutschland und flieht zunächst  in die Schweiz, ehe sie sich in Paris niederlässt. Als die Nationalsozialisten in Frankreich einmarschieren gelingt ihr nach einem gescheiterten Versucht die Flucht nach Südamerika, wo sie die Jahre bis zum Ende des Krieges verbringt. 1947 kehrt Anna Seghers nach Deutschland zurück, bis zu ihrem Tod am 1. Juni 1983 lebt sie in Ost-Berlin und ist zeitweise Präsidenten des Schriftstellerverbandes der DDR.

Werke unter anderem:

  • 1928 Aufstand der Fischer von St. Barbara.
  • 1932 Die Gefährten
  • 1942 Das siebte Kreuz
  • 1944 Transit

Weitere Informationen:
www.anna-seghers.de
Vollständige Online-Ausgabe von „Die Gefährten“

Kleine Anmerkung

Bei der Suche nach einem Foto für den Beitrag habe ich nach langer Zeit „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers wieder in die Hand genommen und festgestellt, dass ich vor geschätzt 25 Jahren ein Statement vorn in das Buch geschrieben habe:
„Das Buch ist eine Hymne auf all jene Menschen, die heute nicht bekannt sind und doch ihr Leben riskiert haben, um einen Menschen vor der Verfolgung zu retten und damit den Nazis zu zeigen, dass ihre Macht nicht grenzenlos ist.“

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