Bücherverbrennung in Düsseldorf

Die Bücherverbrennung in Düsseldorf fand bereits am 11. April 1933 vor dem Planetarium statt. Diese Bücherverbrennung war nicht von der Studentenschaft, sondern von der Hitlerjugend organisiert und wurde als Kundgebung der Düsseldorfer Jugend angekündigt. Zu Beginn der Verbrennung sprach der Bannführer der Düsseldorfer Hitlerjugend Klute, danach wurde der Scheiterhaufen entzündet und Gaujugenführer Gottfried Boie übernahm die Leitung der Bücherverbrennung. Er nennt einige Bücher, die verbrannt werden müssen, und stellt dabei die Autoren und Bücher kurz vor, dazu gehören „Sergeant Grischa“ von Arnold Zweig, „Im Westen nichts Neues“ von Remarque, „Jud Süß“ von Lion Feuchtwanger, „Ein Menschensohn“ von Emil Ludwig und „Romanzero“ von Heinrich Heine. Nach jedem Kurzreferat fragte er das Publikum, was er mit dem Buch machen sollte, das rief dann „ins Feuer“ und das Buch wurde auf den Scheiterhaufen geworfen.

Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es in Düsseldorf auch im Mai Bücherverbrennungen von der Studentenschaft gab, mal ist vom 10. Mai die Rede, an anderer Stelle vom 11. Mai, gesicherte Erkenntnisse gibt es aufgrund fehlender Quellen nicht.

Tafel zur Erinnerung an die Bücherverbrennung

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