Bücherverbrennung in Mainz

In Mainz war es auch die Studentenschaft, die die Bücherverbrennung organisierte, allerdings nicht für den 10. Mai, sondern für den 23. Juni 1933. Die Aktion begann mit einem Fackelzug der Studenten, er begann am Pädagogischen Institut in der Holzstraße und zog sich über die Rheinstraße, die Ludwig- und Schillerstraße bis zum Halleplatz, der zu dem Zeitpunkt Adolf-Hitler-Platz hieß. Nach Ansprachen des Studenten Klipstein und des NSDAP-Mitglieds Fritz Saurmann wurden die Bücher verbrannt. Auch hier bildete das Horst-Wessel-Lied den Abschluss der Veranstaltung.

Am nächsten Tag, dem 24. Juni 1933, gab es noch eine zweite Bücherverbrennung auf dem Großen Sand in Gonsenheim statt, die von der NSDAP organisiert wurde. Die Bücher wurden in einen brennenden Holzstapel geworfen, während ein Parteimitglied die Wahl der Schriftsteller begründete. Die Bücher stammten weitgehend aus der Gemeinde- und Schulbibliothek.

Weitere Informationen

Die Rolle des Büchereidirektors Ruppel

Stadtführung „Auf den Spuren der Bücherverbrennung durch Mainz“

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