Heinrich Mann

Anders als sein Bruder Thomas, fand sich Heinrich Mann, geboren am 27. März 1881, mit seinen Werken nicht nur auf der schwarzen Liste wieder, sondern auch in den Feuersprüchen:

„Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.“

Er hatte nicht nur mit seinem Roman „Professor Unrat“ für Furore gesorgt, auch sein Aufruf an die Kommunisten und die Sozialdemokraten, sich gemeinsam gegen die Nationalsozialisten zu verbünden, machte ihn zur persona non grata.

Im Februar 1933 wurde er gezwunden, die Präsidentschaft über die Dichtkunstsektion der Preußischen Akademie der Künste niederzulegen. Noch vor dem Reichstagsbrand Ende Februar verließ er Deutschland. Zunächst lebte er einige Jahre in Frankreich, ehe er über Spanien und Portugal in die USA auswanderte, wo er sich jedoch nie richtig wohl fühlte. Zu einer Rückkehr nach Deutschland kam es jedoch nicht mehr, er starb kurz vor seiner Übersiedlung in die DDR am 11. März 1950 in Kalifornien.

Seine Werke u. a.

  • 1891 Haltlos
  • 1984 In einer Familie
  • 1905 Flöten und Dolche
  • 1905 Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen. (auch: Der Blaue Engel)
  • 1907 Zwischen den Rassen
  • 1909 Die kleine Stadt
  • 1918 Der Untertan

Werke von Heinrich Mann zum Nachlesen
Lebenslauf

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