Kleine Sorgen im Schreiballtag

Ehe es dann in den nächsten Tagen weitergeht mit den Orten der Bücherverbrennung,  erlaube ich heute einen Blick auf kleine Stolperfallen beim Schreiben des Romans über die Bücherverbrennung.

Da schreibe ich munter vor mich hin und frage mich plötzlich: Wie sah eigentlich ein Mitgliedsbuch der NSDAP aus? Woher soll ich das auch wissen, wenn selbst meine Eltern noch Kinder waren im dritten Reich und ich meine Großeltern nicht kennengelernt habe. Im Internet findet man alles, auch dieses, ich verzichte hier auf einen Link, um nicht noch Werbung zu machen. Aber eines kann ich verraten, man findet es nicht nur auf den Seiten von Museen, es wird auch zum Verkauf angeboten.

Wenn ich mich noch so sehr in das Jahr 1933 hineindenke, Musik aus der Zeit höre, mir Bilder ansehen und Bücher – in der nicht immer leicht zu lesenden Schrift – lese, werde ich manchmal unsicher und frage mich, ob es damals schon Kaffeefilter gab und wann eigentlich Scheren erfunden wurden. Plötzlich hinterfrage ich jedes kleinste Detail. Für Neugierige: Kaffeefilter wurden von Melitta (!) Bentz 1908 erfunden und Scheren gab es natürlich schon locker 2.000 Jahre. Wann genau die Scheren von wem erfunden wurden, konnte ich nicht herausfinden, aber mir reichte die Information, dass meine Protagonisten schon Scheren nutzen konnten. Die nächste Frage, die auftauchte, war dann die nach dem Klebstoff. Um die Recherche habe ich mich gedrückt und mir etwas anderes ausgedacht. Was, verrate ich natürlich noch nicht.

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