Bücherverbrennung in Lübeck

Lübeck war 1933 noch keine Universitätsstadt, aber es gab genug Nationalsozialisten, die sich von der Berichterstattung über die studentischen Bücherverbrennungen anstacheln ließen. So fand am 26. Mai 1933 im Buniamshof eine Bücherverbrennung statt, die den vorangegangenen Bücherverbrennungen im Ablauf ähnelte. Die Teilnehmer zogen von Musik begleitet auf den Platz, der Studienrat Hans Schmiede(l)* sprach Feuersprüche und auch das Horst-Wessel-Lied am Ende fehlte nicht. Bei den Autoren der Bücher, die ins Feuer geworfen wurden, nahm man es nicht so genau, so wurden denn auch Bücher von Thomas und Erika Mann sowie Erich Mühsam verbrannt, deren Namen auf der schwarzen Liste nicht auftauchten. Um 21 Uhr wurde das Feuer angefacht, nachdem die Feuerwehr dafür gesorgt hatte, dass es auch wirklich brannte.

* Es gibt verschiedene Schreibweisen des Namens in der Literatur.

Hintergrundinformationen

Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennung im Buddenbrookhaus

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