Carl von Ossietzky

Zu den Autoren, die in den Feuersprüchen erwähnt wurden, gehört auch Carl von Ossietzky: „Gegen Frechheit und Anmaßung, Für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist! Verschlinge, Flamme, auch die Schriften der Tucholsky und Ossietzky!“ Von Ossietzky zog sich den Hass der Nationalsozialisten vor allem durch sein konsequentes Eintreten und Schreiben für den Frieden und gegen den Krieg zu. Am 23. November 1936 wurde ihm dafür rückwirkend der Friedensnobelpreis des Jahres 1935 zugesprochen, allerdings verbot ihm Hitlers Regierung, diesen Preis anzunehmen.

Carl von Ossietzky, der am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren wurde, stand vor allem als Herausgeber der Zeitschrift „Die Weltbühne“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, dabei war er selbst auch Schriftsteller und Journalist. Der Kampf gegen den Krieg war nicht zuletzt geprägt von seinen eigenen Erfahrungen als Soldat im ersten Weltkrieg. Von da an engagierte er sich für den Pazifismus und schreckte auch nicht davor zurück, sich mit den Mächtigen anzulegen. Von Ossietzky kam nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in verschiedene Konzentrationslager und starb am 4. Mai 1938 in einem Berliner Krankenhaus.

Die Weltbühne

Biografie

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