Die „richtigen“ Vornamen

Ich gehöre zu den Autoren, denen Namen viel wichtiger sind als das Aussehen der Romanfiguren. Das heißt aber auch, dass ich lange nach Namen suche, die zur Figur passen, zur Zeit und Region, in der die Figur lebt. Ich gehe davon aus, dass es vielen geht wie mir, dass sie mit einem Namen gleich das Bild eines Menschen, den sie kennen verknüpfen – ob sie ihn nun persönlich oder aus den Medien kennen. Zum Glück gibt es im Internet viele Übersichten von Namen, die in bestimmten Zeiten „in“ waren, aber auch Namen aus anderen Ländern und Kulturen.

Auf den Namen „Katharina“ für die Hauptfigur aus den 30er Jahren ist meine Wahl übrigens gefallen, weil ich aus meiner Kindheit noch im Ohr habe, wie meine Eltern sich auf Plattdeutsch über eine alte Frau namens „Kothrin“ unterhielten. „Kothrin“ ist die plattdeutsche Form von Katharina und meine Erinnerung an diese Frau, die ich gar nicht kannte, passte zu meiner Hauptfigur.

Für die Hauptfigur der heutigen Zeit habe ich einen Namen gesucht, der sich aus Katharina bilden lässt. Zur Auswahl standen: Katrin, Rina, Ina, Karina, Tina.

Hier gibt es übrigens die beliebtesten Vornamen von 1890 (!) bis 201.

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